vor ort

ic

Innovatives Produkt und andersartiges Unternehmen. Welche Ideen sind beispielhaft und wie stark sind Technik und Bedürfnis gegenüber Style und Emotion? Oder kommt die Emotion aus der Affinität zu Technik und Material? Ist EIN Initiator der Motor für eine Bewegung? we’ll c.

ic! berlin

Geschrieben in 01 — recherche | Keine Kommentare

Vielzahl und Individualisierung

anzahlen

Im kollektiven Wissen liegt die Lösung. Große Gruppen treffen die richtigen Entscheidungen und vermögen erfolgreich Probleme zu bewältigen – auch wenn ihre Mitglieder individuell weder über eine hohe Intelligenz noch über besondere anderweitige Fähigkeiten verfügen… James Surowiecki, Die Weisheit der Vielen – Warum Gruppen klüger sind als Einzelne und wie wir das kollektive Wissen für unser wirtschaftliches, soziales und politisches Handeln nützen können.

Luigi Colani warnt unterdessen, dass sich die Vielen nicht durch Staat und Wirtschaft das nehmen lassen, was ihnen gehört. Und ist enttäuscht und erstaunt, wie Gemeinschaften einzelne Querdenker ausschließen. Beim Versuch auf einer Nutzfahrzeuge-Messe einen Stand zu bekommen und einen aerodynamischen LKW mit einem Viertel an Kraftstoffverbrauch zu präsentieren ist er gescheitert.

Hans (Nick) Roericht schüttelt über das Volumen behäbiger Regional- und Fernzüge den Kopf und ist verärgert über die Überdimensioniertheit dieser Technik; zu groß, zu schwer, energieverschwendend. Und dass technische Entwicklungsinstitute Fördermittel erhalten, die diese Dinosaurierforschung zu langsam überwinden.

Wie stark sind einzelne Köpfe gegenüber machtvollen Anderen, und Gemeinschaften die vom Schneckentempo innovativer Entwicklungen profitieren? Wie kann sich die Weisheit der Vielen gegen die Trägheit der Masse durchsetzen? Oder kommen doch die Anstöße “nur” von Einzelnen…?

Geschrieben in 01 — recherche | Keine Kommentare

BUGA GOES SOMALIA

Was wäre wenn die Gelder zur Finanzierung der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin als Aufbauhilfe nach Somalia geflossen wären? Nur als Idee…

schwerin

Lageplan der “BUGA” in Schwerin

somalia

Mogadischu, Hauptstadt von Somalia

bumalia

Vielleicht würden sogar Soldaten und Piraten gemeinsam Kräuter anpflanzen… Aus den Kriegsschiffen könnte man Schulen bauen… Und alles unter blauer Flagge!

800px-flag_of_somaliasvg

Flagge von Somalia

Geschrieben in 01 — recherche | Keine Kommentare

SCAR/CAPA-CITY

scar-capa-city1
Die Welt als Dorf (kleine City) und ihre Schnittstellen am Beispiel eines Familienbetriebes.

scarcity = Knappheit, Mangel, Verknappung

capacity = Aufnahmefähigkeit, Befugnis, Belastbarkeit

Wo entstehen die Kontakte? Wer kommt woher? Wer will wo hin? Welche Bedürfnisse sind vorherrschend? Welche Ziele werden verfolgt?

Zeit!

Menge!

Verhältnis!

Geschrieben in 01 — recherche | Keine Kommentare

e-book

txtr

Aufgrund von Zwischenschritten rückwärts denken! Wäre “das Buch” nie gewesen, würde nun keine Diskussion und auch kein Wettbewerb stattfinden, ob und wie wir demnächst “Bücher” lesen.

Die Tüftler denken sich eine Technik aus, die dem Papier und der Gewohnheit nahe kommen, obwohl sie doch eigentlich etwas ganz Neues schaffen könnten. Oder ist dieser Schritt das Neue?

txtr reader

artikel zum thema auf taz.de

Geschrieben in 01 — recherche | Keine Kommentare

STICH WÖRTLICHE REDE

stichwoertlicherede

Determinismus — Strapaze — Prostitution

Gesellschaft — Gemeinschaft — Gemeinsinn

Raum aus Individuen

Natur(-Gegebenheiten) — Zivilisation + Kultur = Kreativität als Überwindung des Naturzustandes

Kausalität — Erwartung — Projektion

Science Fiction

Paradessenz — Glokalisierung — Individualisierung

Gesellschaftliche Innovationen — Paradoxien — kranker einsamer Abweichler — Coolness — Forschung

Perversion — Präferenz

soziale Bewegung — aus Protest zum Markt — Gegenpotential wird zum Motor

Entsorgung — Klischee — Ikone — Recycling — Vergessenheit

Un—Schärfe

Zyklusphasen

Identifikator — Differenzierung

Typologie

Instruktiv — Konstruktiv

Geschrieben in 01 — recherche | Keine Kommentare

mitgeschrieben

thema

30 Jahre taz — tazkongress

— 1979 ging es nicht darum, eine Zeitung zu drucken, “Print zu machen”, sondern Themen, Flugblätter zu bündeln und zu vervielfältigen

— sollte also die Zukunft der taz eine Netzwerkstatt und nicht nur Nachrichtenlieferant sein? Polarisierend mit mehr Mut zur eigenen Meinung, doch obachtgebend: es gilt nicht, immer nicht korrekt sein zu wollen

— die Gewöhnung ist das Hindernis

— nicht die Zeit zu schnell verschlafen

bewegung

Neben dem Standbein taz, soll nun ein neues Spielbein bewegung.taz.de dafür sorgen, dass die Bewegungen von Unten, die regionalen Errungenschaften und Aufrufe eine Plattform bekommen. Die soziale Bewegung von Heute als Politik von Morgen. Austausch und Identifikation, Arbeitsgruppen und Aufspüren. Volksentscheide und Selbstkontrolle. Ein Trend zur Politik. Aus der Spontanität soll die Organisation entstehen. Im Stile von früheren Stadtbüchern und dem Aufkleber oder Button auf Kragen, Fahrrad oder Kofferraumhaube sollen Dazugehörigkeit und Gemeinsinn zu Aktionen führen.

Geschrieben in 01 — recherche | Keine Kommentare

Woher kommen die Signale?

armano

Und wie werden sie analysiert, verstanden und  vermarktet? Bzw zu Marken und Produkten — klingt besser.

David Armano scheint viel verstanden zu haben. Seine Analysen in Bild und Text, siehe oben und unten.

The challenge however is that there is so much to learn from initiatives that launch—insights can be applied directly to that project, or indirectly to something else. In addition to launching our own initiatives as organizations, we realize that companies may not see the advantages they can have simply by listening and potentially participating in what we like to think of as “The Collective”. Every day, millions of people are talking about what they care about, and your products and services are most likely part of that story.

listenlearnadapt

The Collective Is The Focus Group — Leitsatz ohne Schnörkel. Also Augen, Ohren, Etc auf und dokumentieren um zu lernen. Die Adaption ist demnach die einfachste Möglichkeit sich einzumischen und mitzumischen. Signale verstanden, Konzeption und Umsetzung können starten…

Logic+Emotion

flickr L+E Visual Thinking Archive

davidarmano

Geschrieben in 01 — recherche | Keine Kommentare

Woher kommt der Trend?

woher_kommt_der_trend1

Auszüge einer Kolumne in BRAND EINS von Franz Liebl:

… Eine der am häufigsten gestellten falschen Fragen ist: „Wohin geht der Trend?“ Daran ist mittlerweile ein ganzer Beratungszweig, die Trendforschung nämlich, gescheitert. …

… Wie wohltuend sind da zur Abwechslung mal scharfsichtige Analysen von Trendphänomenen. Dass sie nicht aus der Trendindustrie kommen, wundert wenig. Da ist zum einen der Schriftsteller Alex Shakar, der in seiner Trendforscher-Groteske „The Savage Girl“ die überzeugende Denkfigur der „Paradessenz“ als Schlüsselmechanismus des Marketing einführt. Paradessenz bedeutet, dass zwei sich scheinbar ausschließende Phänomene miteinander verschmelzen. Und genau das ist der Fall bei Trends; denn es geht bei ihnen, so zeigt die Erfahrung, nicht um eine Entwicklung in die eine oder andere Richtung, sondern meist um überraschende neue Qualitäten. Denken wir nur an Glokalisierung – globale Ausweitung bei gleichzeitiger lokaler Spezialisierung. Oder an die viel zitierten BoBos, die bohèmeartige Attitüde mit bourgeoisem Lebensstil verbinden. Oder an die Individualisierung, der Megatrend schlechthin, bei dem der Ausstieg aus traditionellen Gemeinschaften (Familie, Kirche etc.) dem Einstieg in post-traditionelle Gemeinschaften (Szenen, Communities, Netzwerke) gegenübersteht. Diese Denkfigur könnte zu interessanten Einsichten führen. Denn wenn klar ist, dass ein Trend eine „gebrochene Seele“ (Shakar) besitzt, kann man ihn und seine strategischen Implikationen erst verstehen, wenn der Bruch herauspräpariert ist. …
… In ihrem hellsichtigen Buch „The Deviant’s Advantage“ haben Ryan Mathews und Watts Wacker erstmals einen vollständigen Trend-Lebenszyklus vorgelegt. Anhand von ebenso drastischen wie einleuchtenden Fallbeispielen arbeiten die Autoren heraus, dass gesellschaftliche Innovationen – also die oben als Paradoxien charakterisierten Trends – quasi im kranken Hirn des einsamen Abweichlers geboren werden. Das hippe „Reich der Coolness“ kommt erst viel später. Und damit auch die Trendforscher, die dem Coolen nachjagen – was erklärt, dass ihre Vorwarnzeiten systematisch abschmelzen und Unternehmen trotz Trendforschung kein ausreichendes Zeitfenster zur Verfügung haben, um aus einem Trend Kapital zu schlagen. Mit anderen Worten, im Bizarren von heute liegt der Keim des Mainstreams von übermorgen, und was sich in der Folge abspielt, ist ein Normalisierungsprozess in doppelter Hinsicht. Zum einen verbreitet sich die neue Praktik in der Gesellschaft, zum anderen geht damit eine Umwertung dieser Praktik einher: Aus „Perversion“ wird „Präferenz“ – und das ist  eine ökonomische Kategorie! In Anlehnung an den Biologen Midas Dekkers lässt sich diese Konventionalisierung wie folgt formulieren: Es geht nicht nur darum, wie viele Menschen eine bestimmte Praktik vollziehen, sondern auch darum, was die Menschen, die das nicht tun, von ihnen denken. Wo also Tabuzonen schmelzen, wachsen Märkte im Zuge dieser Normalisierungsbewegung; die sprichwörtliche Dunkelziffer wird zum Frühindikator von strategischen Potenzialen. Analog haben, so der Kulturtheoretiker Boris Groys, soziale Protestbewegungen seit jeher neue Märkte geschaffen – so etwa für Rockmusik, ökologische Lebensmittel und vieles mehr. Das heißt, dissidente und abweichlerische Potenziale sind auch immer Marktpotenziale; dies ist die eine Lehre aus „The Deviant’s Advantage“. Die andere Lehre betrifft die Frage, was mit einer Entwicklung passiert, die es bereits zur sozialen Konvention gebracht hat. Hier zeigen Mathews und Wacker, dass nun der zweite Teil des Lebenszyklus einsetzt, sozusagen die Entsorgungsphase. Und die ist nicht minder spannend, birgt sie doch erhebliche Recycling-Chancen. Davon hängt es ab, ob eine Mainstream- Erscheinung zum Klischee verkommt, zur kulturellen Ikone stilisiert wird oder dem Vergessen anheim fällt. Dabei regiert die Gleichzeitigkeit des Ungleichen, kommen die unterschiedlichen Dispositionen der einzelnen Kundensegmente in allergrößter Schärfe zum Tragen. Wer diese zu nutzen imstande ist, so Mathews und Wacker, kann die Marktpotenziale erschließen, die gegenüber den frühen Coolness-Stadien mitunter sogar attraktiver ausfallen. …
… Es bleibt als Quintessenz: Um die strategische Bedeutung eines Phänomens abzuschätzen, ist nicht die Frage zentral, wohin der Trend geht. Viel cooler ist ihre Umkehrung: Woher kommt der Trend?

Geschrieben in 01 — recherche | Keine Kommentare

HY!

hype

Geschrieben in 01 — recherche | Keine Kommentare